Frau mit Schuppenflechte greift sich an ihren Arm

Schuppenflechte - mehr als nur genetische Veranlagung

Verdickte, schuppige Stellen auf dem Kopf? Sie leiden an unübersehbaren, schmerzhaften Hautentzündungen? Mit welchen Konsequenzen Betroffene leben müssen und wer an ihr erkrankt? Ihre Mühlen-Apotheken geben Ihnen die wichtigsten Informationen an die Hand, damit Sie sich wieder wohlfühlen in Ihrer Haut.

Genetische Veranlagung und äußere Einflüsse

Bei der Frage nach der Ursache für Schuppenflechte greifen einige grundsätzliche Faktoren ineinander. Bei jedem Erkrankten liegt eine genetische Veranlagung zugrunde. Doch nicht jeder Mensch mit dieser Veranlagung erkrankt auch tatsächlich an der Schuppenflechte (Psoriasis). Erst durch das Zusammenspiel der genetischen Veranlagung und folgender Auslöser kann es zu einem Ausbruch der Krankheit kommen:

  • mechanische Reize der Haut
  • bestimmte Medikamente
  • erhöhter Konsum von Alkohol
  • körperliche Belastungen
  • psychische Belastungen
  • Infektionen
  • Stoffwechselstörungen und Hormonschwankungen

Diese Übersicht verdeutlicht das hohe Risiko, an Schuppenflechte zu erkranken. Weltweit sind ca. 125 Millionen Menschen betroffen.

Die zwei Typen von Psoriasis-Patienten

Typ 1 – Betroffene erkranken in der Regel vor Ihrem 40. Geburtstag. Im Schnitt zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr. Häufig kommt es vor, dass in der Familie bereits weitere Personen an Schuppenflechte erkrankt sind. Der Krankheitsverlauf ist häufig schwer und wird als Frühtyp bezeichnet.

Typ 2 – Der Spättyp tritt normalerweise erst nach dem 40. Lebensjahr auf. Ein familiäres Vorkommen der Schuppenflechte ist bei diesem Typ nicht unbedingt die Regel.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mit der Aufnahme der Schuppenflechte in die Liste der besonders schweren Erkrankungen zu mehr Beachtung aufgerufen. Sie fordern unter anderem die aktive Unterstützung der Mitgliedsstaaten gegen Ausgrenzung und Diskriminierung der Erkrankten.

Schuppenflechte: Symptome erkennen

Regulär erneuert sich die oberste Hautschicht des Menschen in etwa 28 Tagen. Bei Psoriasis-Patienten ist dieser Vorgang stark beschleunigt und bildet die neuen Hautschuppen innerhalb von 3 bis vier Tagen.

Hierdurch bilden sich auf den betroffenen, stark durchbluteten und entzündlichen Bereichen eine Vielzahl von Hautschuppen.

Charakteristisch sind:

  • meist wenig haftende, silbrig glänzende Schuppen
  • entzündliche Fleckenbildung
  • erkrankte Bereiche sind scharf abgegrenzt und meist rötlich
  • Juckreiz

Sind sichtbare Stellen wie Gesicht, Kopfhaut, Arme und Hände in Mitleidenschaft gezogen, stehen die Erkrankten vor weiteren Belastungen. Viele Menschen haben noch nicht verstanden, dass die Schuppenflechte zwar nicht heilbar aber auch nicht ansteckend ist. Daher ziehen sich Dritte oftmals von einem Betroffenen zurück. Isolation und Depressionen können für den Patienten die Folge sein.

Besonders betroffene Körperstellen sind:

  • Ellenbogen
  • Schienbein
  • Achselhöhlen
  • Kopfhaut
  • Gesäßfalte
  • Rücken
  • Brust
  • Bauchnabel

Unter Folgeerkrankungen, wie eine durch Schuppenflechte ausgelöste Arthritis, leidet etwa jeder 5. Schuppenflechten-Patient.

Was bei Schuppenflechte hilft

Die Ursachen der Schuppenflechte kann man nicht behandeln. Dafür sind große Erfolge in der Behandlung der Symptome möglich.

Bei einem leichten Krankheitsverlauf reicht es oftmals aus, lokal zu behandeln. Verschiedene Wirkstoffe (z.B. Harnsäure) werden in eine Salbengrundlage eingearbeitet und auf die betroffenen Bereiche aufgetragen. Immer mit dem Ziel, die Entzündung zu reduzieren und die Schuppenbildung zu minimieren.

Zur besseren Wirksamkeit der zugeführten Wirkstoffe kommt häufig eine Licht-oder Phototherapie hinzu. Oftmals setzten Patienten parallel auf ein beliebtes Hausmittel: ein Bad mit Meersalz. Im Anschluss lösen sich die Hautschüppchen leichter. Eine gute Pflege im Anschluss ist wichtig.

Gerne beraten Sie unsere Mitarbeiter in Ihren Mühlen-Apotheken über geeignete Anschlusspflege.

Biologika und systemische Therapien bei Schuppenflechte

Bei mittelschweren bis schweren Verläufen greift man auf eine systemische Therapie zurück. Ihr Arzt ergänzt die Lokaltherapie um Medikamente in Tablettenform, Injektionen oder Infusionen.

Neben der klassischen Systemtherapie hat sich in den letzten Jahren die Therapie mit Biologika bewährt. Diese therapeutisch wirkenden Moleküle oder Proteine werden in Zellkulturen hergestellt.

Mit der Beeinflussung der Botenstoffe des Immunsystems wird ein Rückgang der Entzündungsreaktion erreicht.

Hierdurch ist es oftmals möglich eine Besserung der Symptome um 90% zu erreichen. In der klassischen Systemtherapie ist eine Reduzierung bis zu 75% möglich.

Durch viel Disziplin bei der Therapie ist es vielen Patienten möglich trotz Schuppenflechte annähernd beschwerdefrei durch den Alltag zu kommen. Aber eben nicht allen. Ein respektvoller und offener Umgang hilft Betroffenen. So lassen sich Folgen wie Depressionen und Isolation vermeiden.

Ihre Mühlen-Apotheken beraten Sie gerne ausführlich und diskret über rückfettende Basistherapeutika. Welche Cremes, Salben, Lotionen und Lösungen in Frage kommen, erklären wir Ihnen gerne umfänglich. Diese unterstützen die therapeutischen Maßnahmen Ihres Arztes. Ebenso geben wir Ihnen wichtige und individuelle Anregungen, wie Sie den anspruchsvollen Pflegebedarf Ihrer Haut in den Alltag integrieren können. Damit Sie sich wieder wohl in Ihrer Haut fühlen.

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